Bali

Nach fast 3 Stunden Flug sind wir am späten Nachmittag auf Bali gelandet, um dann nochmal circa 2h vom Flughafen zum Kuta Beach zu fahren. Kuta Beach liegt eigentlich nicht weit vom Flughafen entfernt, doch wegen des wahnsinnigen Verkehrs hat es eine Weile gedauert. Gut dass wir hier wieder zum Grab Taxi gegriffen haben, sonst wärs echt teuer geworden.

Wenn man ein Grab bucht, bekommt man nach der Buchungsbestätigung auch das Bild des Fahrers geschickt. Wir wurden per Bildanleitung ins gegenüberliegende Parkhaus gelotst, weiter in eine andere Etage, gut dass wir das Bild hatten. Hier standen so viele Leute mit Ihren Handys in der Hand rum um auf ihren Fahrer zu warten, sodass wir uns „unseren“ Fahrer durch das Bild gleich erkannt haben und uns schnappen konnten. Wir haben uns entschieden erstmal direkt zum Kuta Beach zu gehen, dieser ist auf Bali der beliebteste und auch belebteste Teil. Die Insel ist unheimlich groß und so war die Fahrt nicht allzu lang, trotz Verkehr.

Unser Hotel lag super zentral, aber dennoch abseits des Trubels, ein super schönes Boutique Hotel zum super Preis. Schon als wir mit dem Taxi näher in Richtung „Party Strasse“ (Legian Street) gekommen sind, wurden wir von den Menschenmassen und Vielzahl an Clubs, Bars etc. überwältigt. Hier war einiges los, sehr (auch gewollt) kontrastreich zu unserer vorigen Station.

Das Hotel war wirklich super. Modern, aber im Kolonialstil gehalten mit einem Atrium. Unten der Pool und drumherum die Zimmer. Das sehr interessante an den Zimmern: das Bad hatte keine Tür, sondern war nur mit einer, zum Teil offenen, Glasscheibe getrennt. Privatsphäre geht anders, aber das war auch das einzige was uns nicht so gefallen hat.

Die ersten Tage haben wir damit zugebracht schön gemütlich nach dem Frühstück im Hotel (inklusive übrigens) am Pool abzuhängen und zu lesen. Am Nachmittag zum Strand zu laufen um dann Abends durch die Bars zu ziehen. Hört sich jetzt wahrscheinlich ausschweifender an als es war, aber es gab durchaus einige Bars mit Livemusik und das ein oder andere Thekengespräch (mal mehr mal weniger spannend ;))

Die Partystrassen hier sind wirklich heftig. Überall wummert die Mucke aus den Clubs, die Frauen stehen vor den Bars und wollen einen überreden zu Ihnen zu kommen. Diese seltsamen Bierfahrradwagen fahren alle Nase lang durch die Straßen und vielen betrunkenen Australier fahren feiernd auf dem Roller nebendran vorbei. An jeder Ecke will dir jemand entweder eine Massage, einen Roller, Souvenirs und noch vieles mehr! verkaufen. Eine Zeit lang ganz lustig aber irgendwann nervt´s tatsächlich.

Direkt gegenüber von unserem Hotel war ein kleiner Laden über den man auch verschiedene Touren auf Bali buchen konnte. Der sehr nette aber auch sehr geschäftstüchtige ältere Mann (Sana) dem der Laden gehörte lud uns täglich zum Kaffee (Kopi) ein und versorgte uns mit der ein oder anderen Information. So kam es auch, dass wir mit Ihm auch eine Tour gebucht haben, war ja klar. Dort hatten wir noch eine weitere lustige Begegnung….gerade gemütlich beim Kopi trinken kam ein Ausländer am Laden vorbei und begrüßte Sana freudig. Er stellte sich uns auch direkt vor (Deutscher, genauer aus Frankfurt) und schauten wahrscheinlich ganz schön irritiert aus der Wäsche als der Typ plötzlich anfing sich im fließendem Indonesisch (halt mit Hessisch-Deutschem Akzent) mit Sana zu unterhalten. Es kam raus, das er seit 5 Jahren als Rentner hier lebte, er war mit seiner sehr exzentrischen (oder auch extravaganten) Art super unterhaltsam, eine sehr lustige Begegnung.

Wie schon erwähnt ist Bali wirklich recht groß, sodass man nicht die Möglichkeit hat mit dem Roller die Insel zu erkunden, die Wege sind einfach zu weit. So kam es auch, dass wir uns für eine Tour entschieden haben. Typischerweise bucht man hier einen privaten Fahrer der einen an die vereinbarten Ziele bringt. Alles natürlich super touristisch, aber wenn man sich auf einer Insel wie Bali etwas anschauen möchte, muss man nun mal mit einem großen Andrang rechnen.

Unser Tour begann mit dem Tempel im See. War sehr nett angelegt, aber nichts spektakuläres, aber ein guter Anfang. Auch wenn es durchaus seltsam war, dass man sich schwanenförmige Tretboote ausleihen konnte um auf dem See umherzuschippern.

Als nächstes fuhren wir Richtung Norden zu einem Wasserfall. Wir haben natürlich damit gerechnet dass wir auf viele andere Touristen mit vielen Kameras treffen würden, aber zu unserer sehr großen und freudigen Überraschung waren wir tatsächlich die einzigen. Wir sind auf einem Naturweg nach unten Richtung Wasserfall gelaufen und dort war eine Lichtung mitten im Wald die zum wunderschönen Wasserfall geführt hat. Es war unglaublich ruhig und friedlich. Kein Mensch weit und breit, wir konnten uns fast eine Stunde einfach nur total entspannt und beseelt dort aufhalten und selbst das ein oder andere Foto schießen. Während der ganzen Zeit kam nur ein weiteres, einheimisches Pärchen vorbei, sonst niemand.

Als nächstes sind wir zu den Reisterrassen gefahren. Unesco Weltkulturerbe und wirklich unglaublich schön und sehr beeindruckend. Klar, auch super touristisch, aber das stört tatsächlich nicht. Man kann auf kleinen Wegen mitten durch die Reisterrassen laufen und sich von der grünen Landschaft beeindrucken lassen.

Auf so einer Tagestour verbringt man doch recht viel Zeit im Auto, da die Ziele recht weit voneinander entfernt sind und der Verkehr wirklich auf der ganzen Insel sehr stark ist. Das schöne daran allerdings, dass uns Sana während der Fahrt viele interessante Dinge über die balinesische Kultur erzählt hatte und geduldig auf meine vielen Fragen antwortete.

Unser letztes Ziel war dann der Tanah Lot Tempel. Super schön zum Sonnenuntergang liegt der Tempel im Meer gebaut und nur bei Ebbe direkt erreichbar. Der ganze Bereich hatte viele Postkartenmotive zu bieten, super schön, aber auch super überlaufen, klar zum Sonnenuntergang für viele das perfekte Fotomotiv. Wir haben den Anblick dennoch sehr genossen, waren dann aber auch ganz schön kaputt als wir wieder im Auto saßen um zurück zum Hotel zu fahren. Die gesamte Tour dauerte von 8h bis 19h, ein langer Tag mit sehr vielen wunderschönen Eindrücken. Nicht nur die einzelnen Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Fahrt über die Insel selbst. Man sah viele Tempel (wirklich viele!), schöne Landschaften und konnte auch in viele Häuser und Höfe schauen.

Der Strand bei Kuta ist sehr groß bzw. lang aber auch wirklich super überfüllt. Man kann 1h in eine Richtung laufen und ist immer noch nicht am Ende angelangt. Es sind sehr viele Leute unterwegs und hier findet man auch einige Bereiche an denen sich die Liegen aneinander reihen. Es war nach meinem Geschmack etwas too much, aber so ist es hier nun mal – man nennt es auch den Ballermann für die Australier. Hier gibt es auch sehr viele Surfer und somit auch Surfangebote. Torsten wollte auch mal wieder aufs Brett steigen und hat 2h im Meer bzw. auf (oder auch öfter neben) dem Brett verbracht.

Wir verlängerten unseren Aufenthalt in dem Hotel insgesamt 3 Mal und nach dem wir unseren Schock von Bintan inzwischen verdaut hatten, wurde es Zeit sich über das nächste Ziel Gedanken zu machen.

Bali ist wirklich wunderschön und auch unglaublich vielfältig, aber sie ist eben auch sehr groß was es recht schwierig macht, diese Insel im ganzen zu erkunden. Schwierig, auch weil es eben mehr für Kurz Zeit Urlauber ausgerichtet ist. Für unser kleines Backpacker Budget ist da einfach nicht allzu viel drin, das muss man ehrlicherweise eingestehen. Aber so ist das nun mal, wir sind halt nicht nur 3 Wochen unterwegs, sondern müssen mit unseren Budget noch eine Weile auskommen.

Wir haben uns also für unser nächstes Ziel entschieden. Lombok sollte es sein. Nein nicht die Gili Islands, sondern die große Insel direkt dahinter.

Wir haben uns also am letzten Morgen von Sana zum Pier fahren lassen. Wir haben uns nicht für das schnelle Boot entschieden sondern für die langsame Fähre. Zum Vergleich: Speedboot: 1,5h/ ca. 40€ zu Fähre: 5h ca. 3€). Der Pier vom Speedboat und Fähre liegen nah beieinander und als wir zu unserem Pier gelaufen sind wurden wir ständig von Schleppern angesprochen dass wir das Ticket für das Speedboat doch bei Ihnen kaufen sollten. Alle konnte es gar nicht glauben, als wir immer wieder beteuerten dass wir mit der Public Ferry fahren wollten. Auf dem Weg zum Eingang haben wir uns von einem Straßenhändler noch 2 Beutel Nasi Goreng gekauft und sind dann mit unserem Ticket Richtung Boot gewandert.

Nächstes Ziel – Insel Lombok.

Fazit Bali: Als erstes fällt mir ein, Party Party Party, zumindest was den Kuta Beach anbelangt. Ansonsten sehr abwechslungsreich. Wenn man durch die kleinen Gassen läuft hört man zwischendurch interessante und fremdartige Klänge aus den vielen Tempeln. Die balinesischen Frauen sind wunderschön, die Kinder zuckersüß. Viele Rollerfahrer und viel Verkehr. Aber auch unheimlich nette, offene und herzliche Menschen und eine wunderschöne Natur.

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