Malakka oder Melaka

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Persönlicher Reisebericht

Von KL aus war die Busfahrt nur kurz, ca. 2h dauerte das ganze bis wir am dortigen Zentralbahnhof angekommen sind. Wir wussten das das Hotel bzw. der Altstadt Bereich nicht weit entfernt ist, vielleicht 6km, aber der Stadtring war doch größer als erwartet. Wir sind zuerst zum Taxistand raus, fanden den Preis für die kurze Fahrt etwas zu hoch und dachten, wir könnten uns außerhalb des Bahnhofs ein Taxi besorgen, leider weit gefehlt weil der Bahnhof von mehrspurigen Schnellstraßen umgeben war, keine Chance für ein preiswerteres Taxi. Nach einem kurzem Aufreger sind wir dann doch wieder zum Bahnhof und mussten dann halt den überteuerten Touri Preis bezahlen.  

Nach kurzer Fahrt sind wir dann am Hostel angekommen, die Unterkunft lag eigentlich mitten im Altstadtbereich direkt am Fluss, perfekte Lage und auch sonst alles sehr schön eingerichtet. Wir haben leider nur noch ein Zweibett Zimmer ohne Fenster bekommen, was wir eigentlich nicht mehr wollten, aber das Zimmer war nicht zu dunkel weil das Licht vom Hausflur durch die Tür Ritze kam, was einem nicht so ein beklemmendes Gefühl gegeben hat. Zimmer super sauber, mega toller Gemeinschaftsbereich mit Sicht auf den Fluß, gratis Kaffee, Tee und auch Trinkwasser zum Auffüllen unserer Wasserflaschen – say no to single use plastic!

Melaka oder Malakka (da gibt es die unterschiedlichsten Schreibweisen) ist ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe – zumindest der Altstadt Bereich. Durch die ganze Stadt zieht sich ein kleinerer Fluss der von früh bis spät mit einem Touri Boot befahrbar ist. Die Häuser am Ufer sind meist mit geschmackvollen Graffities verschönert.

Direkt am Fluss führt auch eine Art Barstrasse entlang die Abends angenehm bevölkert wurde. Wir haben uns für eine nette Bar entschieden und uns erst mal ein kühles Bierchen genehmigt. Sofort sind wir mit der Barfrau – Fa – ins Gespräch gekommen. Eine kleine, quirrlige und sehr aufgeschlossene Thailänderin die seit mehreren Jahren in Malaysia lebt. Ein sehr schöner und entspannter Abend mit einer leichten Brise direkt am Fluss mit Blick auf eine wunderschöne Kirche

Torsten lobte Ihr Tattoo und sie empfahl ihm den Tätowierer und spontan machte sie einen Termin für den nächsten Tag bei ihm aus. Im Laufe des Abends bot sie sich auch noch an uns zu begleiten, also verabredeten wir uns für den nächsten Nachmittag, erstmal einen Kaffee trinken und dann ab zum stechen lassen.

Am nächsten Tag stand erstmal Sightseeing auf dem Plan. Auch hier gab es diverse Tempel, Kirchen und Gebäude aus den verschiedenen Zeiten. Es war leider sehr überfüllt, besonders bei den Hauptattraktionen und wir beobachteten die vielen chinesischen Touristen die mit Freude die vielen bunten Fahrradrikschas bevölkerten die für unseren Geschmack viel zu bunt, laut (überall waren Boxen angebracht die furchtbare Musik spielten) und einfach überflüssig waren. Aber wo eine Nachfrage ist….

Wir haben uns dann noch durch die Stadt treiben lassen um uns dann mittags noch etwas mit unserer nächsten Reiseplanung auseinander zu setzen. Wir wollten weiter nach Singapur, also mussten wir uns noch ein Busticket besorgen und uns nach einem Hotel in Singapore umschauen. Ebenfalls beschäftigte uns zunehmend die Frage wie es danach für uns weitergehen sollte, klar, Ziel war Indonesien aber es waren noch einige Fragezeichen vorhanden die wir noch zu klären hatten. Die Zeit verflog regelrecht bis wir uns am Nachmittag mit Fa getroffen haben.

In einem sehr vollgestopften aber überaus charmanten Kaffee gönnten wir uns eiskalten TehTarik und haben uns wunderbar mit Fa unterhalten. Dann wurde es Zeit zum Tätowierer zu gehen, ein paar Gehminuten entfernt führte sie uns dorthin. Die Tür wurde geöffnet und uns kam erstmal die mega Rauschwade (von viel zu vielen Räucherstäbchen) entgegen, nicht der beste erste Eindruck, meiner Meinung nach, aber für Torsten offensichtlich ok. Da er bereits wusste was er wollte war das Motiv inklusive Preis schnell besprochen und schon ging`s los. Schon 15 min später war das Werk vollbracht und Torsten um ein Tattoo reicher. Wenn wir nicht die Empfehlung von Fa gehabt hätten, wären wir wohl sicher niemals in diesem speziellen Shop gelandet, aber alles lief reibungslos. Wir sind dann noch mit Ihr durch die diversen Indischen Supermärkte geschlendert (auch hier gab es China Town und little India) und Fa hat uns viele interessante Snacks und Leckerein gezeigt.

Nach einem kleinen gemeinsamen Snack war es für Fa auch schon wieder Zeit zur Arbeit zu gehen. Sie empfahl uns noch ein indisches Restaurant das wir dann auch direkt für den Abend ansteuerten. Dort gab`s unglaublich leckere Sachen, direkt auf dem Bananenblatt serviert. Für alle die noch nie „Banana Leaf“ essen waren. Du bekommst ein Bananenblatt auf den Tisch gelegt, dann kommt der Kellner vorbei, schaufelt dir Reis drauf, gibt dir aus einem speziellen Behälter 3 verschiedene Gemüse Sorten dazu, darauf noch ein paar Kracker und wenn man will noch weiteres direkt von der Karte. Sieht vielleicht für den ein oder anderen etwas unappetitlich aus, schmeckt aber einfach wunderbar! Durch ein paar gute Insidertipps unserer Sitznachbarn bekamen wir dann auch noch einen wohl typisch indischen Verdauungstrank serviert der eigentlich aus einer dünnen Currysuppe bestand aber noch ganz lecker geschmeckt hat.

Sehr zufrieden aber auch etwas vollgestopft sind wir den Fluss zu Fuß abgelaufen, eigentlich total bescheuert dafür ein teures Bootsticket zu kaufen, weil alles wunderbar zu Fuß anzuschauen war, gut dass wir für das Boot zu geizig waren.  Es war eine sehr schöne Stimmung zur Abenddämmerung dort entlang zu laufen, die Einheimischen zu beobachten und die vielen verschiedenen Stadt-Ecken auf sich wirken zu lassen. Am Abend sind wir dann nochmal zu Bar von Fa, der letzte Abend brach schon wieder an, morgen ging`s weiter nach Singapore.

Der Abend ging leider sehr schnell vorbei, es waren sehr schöne 2 Tage. Die Stadt war auch sehr schön, für unseren Geschmack aber zu überfüllt und mit typischen Touristenpunkten übersät die zudem unverschämt überteuert waren. 1-2 Tage reichen unserer Meinung nach um die Stadt etwas kennen zulernen und anzuschauen. 

Am nächsten Morgen haben wir dann unser erstes Grab Taxi geordert (das asiatische Pendent zu Uber) – Mega praktisch und mega günstig. Das wird nun unser Begleiter! Das Taxi fuhr uns dann wieder zum Busbahnhof, unser nächstes Ziel Singapore.

Anreise von Kuala Lumpur nach Melaka

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Die Anreise von Kuala Lumpur nach Melaka ist denkbar einfach. Einfach in Kuala Lumpur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (KTM) zur Station TBS fahren und dort am Ticket Counter anstehen. Dort müsst ihr nur euren Namen nennen bzw. aufschreiben, eure gewünschten Sitzplätze aussuchen und schon habt ihr das Ticket in der Hand.

Wir haben am Abend zuvor das Ticket für den nächsten Tag gekauft, es gibt aber so viele Busse, das man sicher auch am Abreisetag selbst das Ticket kaufen kann. Vielleicht bekommt man dann Plätze zugewiesen bzw. muss evtl. den übernächsten Bus nehmen.

Alternativ kann man die Bustickets auch ganz einfach online buchen, diese kosten dann zwar etwas mehr, aber sehr komfortabel => 12go.asia

Wenn du weitere nützliche Informationen rund um Versicherung, Reisepass oder Abmeldung aus Deutschland benötigst, folge einfach den einzelnen Links.

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