Penang

Tolle Gebäude in Georgetown

oder auch: Welcome to food paradise

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Persönlicher Reisebericht

Ankunft Penang – Georgetown – von Langkawi aus per Fähre nach circa 1h super entspannter Fahrt, alles sehr easy. Wir hatten uns bereits im Vorfeld für ein Hostel entschieden welches wir nach einem kurzen aber doch schweißtreibenden Fußmarsch leicht erreichen konnten. 

Penang ist der Name der ganzen Insel und Georgetown ist der Name der Hauptstadt bzw. der Altstadt. Georgetown ist Unesco Weltkulturerbe – zu Recht wie wir finden. Unser Hotel lag in der sogenannten Love Lane, eine Strasse mit vielen Häusern im Kolonialstil, schön als Gästehäuser/Hostels hergerichtet mit sehr vielen Bars und Restaurants. 

Wir haben wie gesagt ein Zimmer im Hostel genommen, Malaysia ist im Verhältnis doch recht teuer (nicht nur was die Unterkünfte betrifft) und um in unserem Budget zu bleiben haben wir uns eben dafür entschieden. Mit Gemeinschaftsbad und wirklich das kleinste Mini-Zimmer welches wir bis zu diesem Zeitpunkt je gesehen haben, aber mit wunderschönen Gemeinschaftsräumen und nach außen offenem Toiletten/Duschbereich. Das Zimmer musste auch Wände aus Pappe haben, wir haben nachts den Nachbarn tatsächlich husten hören, jedes einzelne mal, sowas haben wir bislang noch nicht erlebt. Ich konnte an dem einen Abend sogar durch die Wand hindurch die Bitte äußern den Film den er sich angeschaut hat etwas leiser zu machen – hat auch recht gut funktioniert!

Georgetown hat u.a. Little India und Chinatown zu bieten – alles fußläufig super gut von unserem Hostel aus zu erreichen. Wir hatten uns bereits in Langkawi mit einem Einheimischen unterhalten der uns angekündigt hat dass Penang der Food Heaven ist, aber dass er sowas von Recht damit hatte, das haben wir nicht gedacht. Überall gab es indische Restaurants, Chicken Rice Stände, roasted Duck und crispy Pork in den Auslagen und natürlich jede Menge Märkte. Man konnte sich gar nicht entscheiden wo man als erstes hingeht und alles noch zu einem sehr guten Preis. So konnte man wenigstens sehr sehr oft am Tag essen gehen ;). Wir haben auch in little India ein vegetarisches Restaurant besucht bei dem man absolut nicht gemerkt hat dass es kein Fleisch ist, so lecker, mir läuft gerade das Wasser im Munde zusammen während ich diese Zeilen schreibe!

Kulturell hat die Stadt auch sehr viel zu bieten, wenn man durch Chinatown läuft sieht man plötzlich eine Bühne auf der eine sehr auffällig gekleidete Dame versucht ins Mikrofon zu singen, dahinter riesige Räucherstäbchen die ihren Duft verströmen, im Hingergrund geht ein Feuerwerk hoch. In Little India schallert indischer Popmusik in einer megalautstärke durch die Straßen, Frauen in Saris laufen umher. Man biegt um die Ecke und plötzlich sieht man 2 Kühe die eine Art Wagen ziehen auf dem ein (schätzungsweise) Geistlicher sitzt der die Gaben der Menschen segnet die ihm gereicht werden. Eine Stadt voller Eindrücke, nicht nur kulinarisch. Ein absolut faszinierender Mix der Kulturen.

Wenn man sich sonst so durch die Straßen treiben lässt, kann man überall, indische und chinesische Tempel sehen und natürlich die wunderschönen Kolonialstilhäuser bewundern, manche in einem sehr guten, viele in einem mega schlechten Zustand. Alles unter Denkmalschutz und nicht einfach so zu renovieren wie uns ein Einheimische bei einem Teller Chicken Rice erklärt. 

Das etwas befremdliche hier ist die offene Kanalisation. In Deutschland undenkbar, weil man kann eigentlich immer und überall reinfallen, aber offensichtlich trauen sie hier den Leuten noch etwas mehr zu, aber auf de Geruch der herauf steigt könnte man gerne verzichten.

Am zweiten Tag nach unserer Ankunft haben wir uns wieder ein Roller gemietet um dann auch den Rest der Insel zu erkundigen. Sollte der Strand hier toll sein, könnte man hier wirklich einige Zeit verbringen dachten wir uns, aber leider wurden wir enttäuscht. So wunderschön die Altstadt ist, so verbaut sind leider die Strände. Überall Bettenbunker, man kommt kaum auf einer Privatstraße zum Strand und wenn man dort ist, wird man sehr enttäuscht. Also wir waren es aufjedenfall. Am Strand zu nächtigen war auch preislich für uns einfach keine Option, also haben wir es dabei belassen die Insel mit dem Roller zu erkundigen und nächtigen weiter in Georgetown. Wir haben dann zwischenzeitlich auch das Hotel gewechselt, weg von der Love Lane, ein paar Straßen weiter. Kein so tolles altes Gebäude mehr, sehr neu, dafür auch etwas teurer als es unser Budget erlaubt hätte. Leider haben wir auch hier in der ersten Nacht eine nicht so tolle Überraschung erlebt, ich persönlich konnte kein Auge zutun, weil natürlich genau nebenan eine Disco war die bis 6h morgen die schlimmste Technomucke spielte die man sich so vorstellen kann. Für die nächste Nacht haben wir die Seite gewechselt und wir konnten endlich etwas besser schlafen, keine Musik mehr weit und breit – zum Glück.

Unsere Inselrundtour brachte uns auch überraschenderweise an einer super modernen Mall vorbei die wir natürlich gleich besucht haben. Mal wieder lecker Sushi King essen und wir entschieden uns dann spontan noch ins Kino zu gehen. Dafür mussten wir aber erst wieder ins Hotel zurück um eine Jacke zu holen. In Asien sind die Kinos so kalt, da muss man lange Hosen, Jacke und am besten noch Socken anziehen, sonst hält man es nicht aus. Gesagt getan, wir haben uns dann den neuesten Fast & the Furios Film angeschaut, spontan, der lief eben als nächstes, aber hat uns sehr gut gefallen. Wir waren auch bis kurz vor Filmstart ganz alleine im Kino und selbst als der Film anfing waren nur sehr wenige weitere Gäste im Kinosaal. Hat mega Spass gemacht

Abends sind wir eigentlich immer auf der Love Lane gewesen, wir haben uns auch schon am ersten Abend eine Lieblingsbar ausgesucht mit Livemusik und super lustigen und nettem Kellner mit dem wir uns an unserem letzten Abend nach seinem Feierabend noch einige Bierchen genehmigten. Dort haben wir dann auch herausgefunden warum die Bar Treffpunkt heisst. Der Besitzer hat einige Jahre in Deutschland gelebt und sich selbst den Namen Wolfgang gegeben. Er meinte das wäre der deutscheste Name den man sich aussuchen könnte 🙂 Wir haben dann, weil wir auch deutsch sind, erstmal ein Freibier bekommen. Danke Wolfgang!

Am nächsten Tag wollten wir dann die andere Seite der Insel erkundigen und haben dann per Zufall einen Mega tollen Tempel entdeckt. Als wir noch weiter den Berg hinaufgefahren sind, sind wir auf einen Stausee gestoßen und einer super tollen Aussichtsecke. Das schöne ist bei unseren Inseltouren dass wir meistens ohne Plan losfahren und dann immer ganz tolle Sachen zu sehen bekommen. Der Tempel war von vielen Touristen besucht aber da wir ja keine Ahnung hatten sind wir erst daran vorbei gefahren und dann eben diesen Stausee entdeckt, die meisten sind nicht weiter als der Tempel gefahren.

Verkehrstechnisch war die Insel nicht ohne. Gut das Torsten so ein guter Zweiradfahrer ist, er schlängelt sich von der einen zur anderen Seite, hat wirklich Spass gemacht und wir haben sehr viel zu sehen bekommen. 

In Georgetown haben wir dann auch unsere ersten malaysischen Regenstürme erlebt, alles flog durch die Straßen und jeder hat gemacht dass er nach Hause kommt. Gar nicht so einfach gewesen weil hier eigentlich alles auf der Strasse stattfindet.

So gingen die Tage vorbei und nach 5 Tagen wurde es langsam aber sicher Zeit weiter zu ziehen. Die Stadt war bzw. ist wirklich wunderschön, aber halt auch trubelig, voller Verkehr und irgendwann muss man sich halt nun mal verabschieden. In Malaysia unser absoluter Lieblingsort!  Wir haben uns also ein Busticket besorgt, wurden zur Busstation gebracht und weiter ging die Fahrt in Richtung Kuala Lumpur, unsere nächste Station auf unserer Route Richtung Süden.

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Anreise von Langkawi nach Penang

Anfahrt Langkawi nach Penang: Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Von Langkawi mit der Fähre nach Kuala Kedah oder Kuala Perlis (ca. 1h), umsteigen auf einen Bus um dann direkt nach Penang – Georgetown zu fahren (es gibt zwei große und sehr! lange Brücken vom Festland)
  2. Von Langkawi direkt mit der Fähre (3h) zum Pier in Georgetown

Wir persönlich haben die zweite Variante gewählt und es war gar kein Problem am Abfahrtstag ein Ticket direkt am Pier zu kaufen (70RM). Die Fähren fahren 2x am Tag. Ca. 8:30h und 14:00h

Ankunft Pier: Wer sich dazu entscheidet nahe der Lovelane in Georgetown unterzukommen, der kann unserer Meinung nach Problemlos hinlaufen. Dauert ca. 10min. Klar, bei Sonne und mit Gepäck ist es schon etwas schweißtreibend, aber es geht. Alternativ erwarten Euch direkt am Pier zahlreiche Taxifahrer die lautstark ihre Dienste anpreisen 🙂

Unterkunft: Bei Übernachtung in der Lovelane solltet ihr darauf achten, dass das Zimmer nach hinten raus geht, vorne zur Straße hin, kann es des nächtens sehr laut werden. Außerdem ist alles wirklich sehr gut zu Fuß erreichbar, sodass man gar nicht so zentral wohnen muss.

Fortbewegung: Wir sind immer mit dem Roller durch die Gegend gefahren (ca. 30-35RM pro Tag). Außerhalb von Georgetown ist es doch recht weitläufig wofür ein Roller das einfachste ist. Es verkehren auch diverse Busse, diese brauchen wegen des Verkehrs aber recht lang. Meiner Meinung nach sollten sehr ungeübte Fahrer zweimal nachdenken bevor sie sich in diesen, manchmal sehr starken, Verkehr stürzen. Es gibt viele mehrspurige Straßen und viele andere Rollerfahrer.

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